personal view // Nachbericht #Art Fair #BLOOOM #Köln

Die Tage in Köln auf der Art Fair und BLOOOM waren sehr inspirierend für mich. Nächstes Jahr (save the date: 24. bis 27. Oktober 2014, Kölnmesse, Halle 1 + 2) würde ich gern auch meine eigenen Arbeiten dort ausstellen…

Ein gesellschaftskritisches Kunstprojekt (entdeckt am Messestand von die kunstgalerie – Köln) möchte ich in meinem kleinen Nachbericht noch vorstellen. Es hat mich sehr beeindruckt und stimmt nachdenklich:

PROJEKT: Non – STC by CALL ME FRANK

Im neuesten Projekt von CALL ME FRANK mit dem Titel „ Non Sexually Transmitted Children – Non – STC“  zeigt er seine persönliche Sicht darauf, wie in der heutigen Gesellschaft Kinder gezeugt, benutzt und ausgenutzt werden. Seiner Empfindung nach werden aus vielen Gründen Kinder gezeugt, nur nicht aus Liebe.

Er sagt: „Es gibt Frauen, die die Arbeit scheuen, einen Jungen verführen und nur wegen der Zahlung der Alimente Kinder bekommen. Dann gibt es eine Reihe von selbst ernannten „Business“-Frauen, die nie die Zeit finden, den richtigen Partner zu suchen und mit ihm Kinder bekommen. Trotzdem wollen sie die Erfahrung, ein Kind zu haben, nicht missen ohne dabei allerdings ihre berufliche Karriere zu gefährden.“ Dann gäbe es die Gruppe von Menschen, die in den verschiedensten Medien erscheinen und für die es einen „öffentlichkeitsrelevanten“ Beweggrund gebe, Kinder zu haben. Das sei seiner Meinung nach fast schon trendy. „Und dann  gibt es die Mütter, die ihre Kinder benutzen, um sie z.B. beim Betteln zu unterstützen. Es gibt ungewollte Kinder, Kinder von Drogenabhängigen und Kinder, bei denen sich die Eltern religiöse Expansion erhoffen. Diese Aufstellung kann ich beliebig weiterspinnen…“

Das Kind ist zu einem Produkt geworden: „Non Sexually Transmitted Children – Non – STC“.

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Projektbeschreibung:

Die Babys werden als so genannte Online-Bestellung den Interessenten vorgestellt. Hier können anonym Babys bestellt werden, die genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind. (www.nonsexuallytransmittedchildren.com)

Das Budget Baby: aus Papier –  ist die preiswerteste Version, aber auch die, die am schwersten zusammen zu bauen ist. Wie im wirklichen Leben ist es für weniger vermögende Eltern schwerer Kinder großzuziehen. Aber es ist ein prima Angebot, man bekommt das Gefühl, wie es ist, Eltern zu werden und wenn es nicht gefällt, ist es leicht, die (Papier-) Kinder wieder los zu werden, sie sind 100% wiederverwertbar. Limitierte Auflage.

Das Premium Baby: aus 100% Polyamid – langlebig, es ist dargestellt wie „Klick und Kleb“ Spielzeug von früher. Es hat viele Extras (z.B. verschiedene Augen- und Hautfarben), die die Eltern unterstützen, sich ihr Baby zusammen zu bauen. Das Premium Baby ist ein faires Angebot in guter Qualität und bestes Preis-Leistungsverhältnis. Unikat

Das Platinum Baby: aus feinstem Porzellan – zeigt die „Zerbrechlichkeit“ eines Kindes und lässt die Eltern diese auch erfahren. Es wird mit einer ausführlichen Anleitung, mehreren Hautfarben, Lacke und Kleber geliefert. Augenfarbe und Geschlecht sind als Aufkleber in mehreren Ausführungen und allen verfügbaren Hautfarben vorhanden. Angeliefert und verpackt wird es in einer aufwendig gestalteten Holztruhe, die gleichzeitig als Werkbank zur Montage dienen kann. Alles, um den Zusammenbau so leicht und einfach wie möglich zu gestalten. Es ist das Topmodell der Palette und lässt keine Wünsche mehr offen. Unikat

Das Budget Baby kostet 25,00 Euro – das gesamte Kunst-Projekt ist zu haben für 10.500,00 Euro.

Weitere Infos über:

die kunstgalerie – Köln

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